Reptilienhaltung und Lebendfutter
Wer Reptilien hält ist eigentlich auf lebendes Futter angewiesen. Durch die neue Tierschutzverordnung wird zwar den Schlangenhaltern das Füttern von Lebenden Nagern verboten, trotzdem ist gemäss der gleichen Verordnung eine artgerechte und Naturnahe Haltung zwingend.
Insbesondere Echsen und Amphibien, sowie Spinnentiere ernähren sich aber nach wie vor hauptsächlich von lebenden Insekten die im Fachhandel in versch. Grössen, Farben, Formen und leider auch Qualitäten angeboten werden.
Wir möchten hier kurz einige unserer Erfahrungen zur Verständlichkeit Preis geben und wollen auf diverse Punkte hinweisen.
Futterinsekten sind Lebewesen und für die Reptilienhaltung eigentlich gleich wichtig wie das zu fütternde Tier, die sogenannten Heimchendosen sind reine Transportbehälter und sollen nicht für eine dauerhafte Aufbewahrung genutzt werden.
Grillen, Heimchen, Heuschrecken und Co sind wie die meisten unserer Pfleglinge Tiere aus gemässigten bis tropischen und subtropischen Zonen, die Temperaturen sind massgebend für die Gesundheit, auch Futter, Wasser und eine Beleuchtung sind für diese Tiere lebensnotwendig.
Futterinsekten werden gezüchtet, somit unterliegen die Zuchtresultate auch den umweltbedingten Schwankungen und es sind nicht immer alle Insekten so verfügbar wie eigentlich gewünscht.
Bitte geht dach der Devise: Futterinsekten sind auch nur Tiere
Nichts desto Trotz geben wir den Rat die Insekten innert 10-14 Tage nach dem Kauf zu verfüttern, also bekommt jeder der sich ein Reptil halten möchte den Ratschlag sich gründlich zu überlegen ob die Gegebenheiten bestehen in jedem Fall alle 14 Tage an Lebendfutter zu kommen. Weiter ist die Preisfrage ein wichtiges Thema, eine Bartagame die im Handel für ca 100.- gekauft werden kann, frisst im Laufe eines Lebens (ca 15 Jahre) Futterinsekten von mehreren tausend Franken (1 Dose Heuschrecken/Woche zu 5.50 mal 15 Jahre 4290.-) dazu kommen noch Strom und Zubehör, sowie meist der Wunsch nach einem Partner für das Tier und dem zufolge die doppelte Menge an Futter.
Wir müssen also mit Ausgaben von etwa von 1000.- Franken pro Jahr rechnen um ein Paar Bartagamen zu halten.
Leider wird einem das im Fachhandel von den Qualifizierten und profitorientierten Tierfachverkäufern meist nicht gesagt, dies ist aber Fakt.
